Kimono Jacke

30. März 2019 With: No Comments
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Den Stoff hatte ich im letzten Jahr für ein Abendkleid gekauft, das ich dann aber doch aus einem anderen Material genäht habe. Seitdem lag er im Schrank und wartete auf seine Bestimmung. Zur Zeit nähe ich viel Praktisches für die Zeit nach der Schwangerschaft und die Stillzeit, da sprang mir diese Anleitung aus der aktuellen Simply Nähen direkt ins Auge.

Schnittmuster/Nähanleitung: Simply Nähen 02/2019
Material: Leichter China-Brokat (Gekauft auf Ebay)

Leider war der Stoff für den Kimono ein wenig knapp. Dieser ist zwar sehr einfach zuzuschneiden (nur gerade Teile 🙂 ), aber er benötigt eine größere Menge Stoff. Bei meiner Körpergröße hätten es schon 2m sein müssen, ich hatte aber nur 1,5m. Daher musste ich das Rückenteil leider teilen in zwei Hälften. Auf den ersten Blick fällt das aufgrund des Musters kaum auf, aber ich glaube der Stoff würde schöner fallen, wäre der Rücken ein Teil. Zudem sollte der Kimono eigentlich ein gutes Stück länger sein. Auf dem Bild in der Anleitung reicht er fast bis zum Knie, bei mir aber nur bis knapp über den Po.

Der Kimono war wirklich einfach zu nähen – Kein Schnittmuster, wenig Teile und fast nur gerade Nähte. Die Anleitung ist sehr einfach und verständlich. Ich habe zusätzlich noch die Kanten unten – vor allem an den unteren Ecken – mit dünner Vlieseline verstärkt, damit sie nicht aus der Form geraten. Bei dünneren, leichteren Stoffen würde ich empfehlen, Kragen, Saum und Ärmelsäume komplett mit Vlieseline zu verstärken.

Das wichtigste beim Nähen dieser Jacke ist das Bügeln. Die Nähte sind zwar alle gerade, aber gerade die Belege für Kragen und Saum sitzen nur richtig, wenn sie wirklich ordentlich gebügelt sind. Meine Urgroßmutter sagte angeblich immer „gut gebügelt ist halb genäht“. Für diesen Schnitt trifft das voll und ganz zu.

Eigentlich wollte ich noch einen Gürtel aus dem selben Stoff dazu nähen, allerdings habe ich mich dann entschieden, den Saum mit einem Beleg zu versehen, um dem Kimono nach unten  noch etwas zu verlängern. Ursprünglich reichte die Länge nur bis knapp über die Hüften, was bei meiner Figur eher unvorteilhaft aussieht. Daher habe ich ihn etwas länger gemacht, so dass Hüften und Po locker umspielt werden und die Jacke nicht auf der breitesten Stelle des Körpers endet.

Die Kimonojacke ist ein zeitloses Kleidungsstück. Eigentlich sehe ich jedes Jahr welche in dem ein oder anderen Modegeschäft. Sie passt sowohl zum Frühling, als auch zum Sommer und zum Herbst und lässt sich vielseitig kombinieren:

  • Zur Jeans mit Sneakers und einem T-Shirt
  • Zum legeren Jerseykleid mit Sandalen oder Schnürschuhen
  • Zum kleinen Schwarzen mit eleganten Pumps

Man kann die Jacke sowohl mit Gürtel als auch offen tragen, mit Gürtel finde ich sie ein bisschen vorteilhafter.

Fotos von mir im Kimono werden ergänzt, sobald ich ihn endlich anziehen kann. Aktuell ist das wegen dem Babybauch nicht machbar. Dann werde ich auch mal verschiedene Gürtel ausprobieren. Den Samtgürtel im Bild hat übrigens meine Mutter irgendwann in den Siebzigern oder Achzigern genäht.

 

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