Nicht nur das Nähen, auch das Bloggen geht mir zur Zeit leicht von der Hand.Ich weiß auch nicht so genau, warum ich im Moment so wahnsinnig produktiv bin. Einzig und allein das Fotografieren meiner selbstgenähten Schätze nimmt leider immer noch so viel Zeit in Anspruch, dass ich damit kaum hinterher komme.

Ringelshirt mit weitem Ausschnitt

Zum Monatsende geht es direkt weiter mit meinem zweiten Beitrag zur #sewyourwardrobebasics Challenge. Ziel dieser Challenge ist es, jeden Monat mindestens ein Basic-Kleidungsstück für sich selbst zu nähen. Für jeden Monat wird ein Motto festgelegt, dem das Kleidungsstück folgen muss, um in die Linkparty der Challenge mit aufgenommen zu werden.
Die Challenge selbst und die Beiträge der anderen Teilnehmer findest Du hier:

Schnitt, Material und Näharbeit

Bei dem Schnitt handelt es sich um ein klassisches Longsleeve Raglan Shirt mit U-Boot Ausschnitt. Es stammt aus der Burdastyle XX/XX, ist also schon etwas älter. Das Besondere am „Raglan“-Schnitt ist, dass es keine Schulternähte hat. Die obere Kante der Ärmel bildet dabei den Schulterteil und den Halsausschnitt. Optisch sorgt das dafür, dass die Ärmel schön glatt über die Schultern fallen. Durch das Fehlen von Schulternähten ist dieser Schnitt perfekt für einen U-Boot Ausschnitt, es gibt aber auch Raglanshirts mit engem Halsausschnitt oder Kragen.

An Material habe ich dafür benötigt:

  • Schnittmuster
  • 1m geringelter Jersey, gekauft auf dem Holland Stoffmarkt vor vielen Jahren
  • Passendes schwarzes Nähgarn

Bei meinem letzten selbstgenähten Jersey-Shirt habe ich gelernt, dass es gute Möglichkeiten gibt, elastische Säume und Halsausschnitte bei Jersey-Projekten zu verstärken, zum Beispiel mit durchsichtigem Elastik-Band. Das habe ich natürlich noch nicht gewusst, als ich dieses Shirt genäht habe, möchte es aber an dieser Stelle erwähnen. Das Verstärken des Halsausschnitts gibt ihm etwas mehr Halt und sorgt dafür, dass er sicher nicht ausleiern kann. Auch die Säume werden damit stabiler und können sich nicht wellen.

Anpassungen:

  • Wie fast immer habe ich die Länge von Oberteil und Ärmeln etwas angepasst. Ich mag bei Longsleeves sehr gerne richtig lange Ärmel, die bis auf den Handrücken reichen. Die Ärmel habe ich im unteren viertel leicht ausgestellt, so dass sie schön über den Handrücken fallen. Den Saum habe ich um etwa 4 cm verlängert, damit er locker bis über den Hosenbund fällt.
  • Taille: Das Shirt ist bereits eher figurnah geschnitten, allerdings nicht figurnah genug für eine Sanduhr-Figur wie mich. Daher habe ich die Taille etwas schmaler gemacht und die Hüften etwas breiter. So passt es sich wunderbar meiner Körperform an, ohne an Brust und Hüfte zu sehr zu spannen.

Langarm Raglan-Shirt selber nähen

Das Nähen des Shirts geht so schnell, dass es länger dauert einen Text darüber zu schreiben. Dieses Shirt ist super geeignet für Nähanfänger/Innen, da man hier so gut wie nichts falsch machen kann. Als erstes werden die Seitennähte zusammengenäht und dann die Seitennähte der Ärmel. Dann kommen die Ärmel ans Shirt. Bei einem Streifenmuster sollte hier darauf geachtet werden, das die Streifen vom Brustteil und den Ärmeln zusammenpassen. Ich pinne die Streifen bei so einem Projekt immer vorher genau mit Stecknadeln aufeinander. Hier ist darauf zu achten, dass sich nichts verzieht. Halsausschnitt und Säume habe ich zuerst mit der Overlock versäubert und dann noch einmal mit der Zwillingsnadel umgenäht. Das mag vielleicht ein wenig „doppelt gemoppelt“ sein, aber ich finde die eingenähte Overlocknaht sieht einfach besser aus als eine abgeschnittene Saumzugabe. Außerdem gibt sie dem Saum zusätzlich noch etwas Stabiltiät.

Streifen, Streifen, Streifen

Kaum ein Muster ist so klassisch wie die Streifen. Egal welche Designs gerade modern sind, gestreifte Teile findet man immer irgendwo in den Modegeschäften. Das quergestreifte T-Shirt ist daher in jedem gepflegten Kleiderschrank unentbehrlich. Die klassische Variante in schwarz-weiß habe ich schon in mehreren Ausführungen, sogar als Stillshirt (Siehe mein Post zum selbernähen desselbigen). Daher habe ich mir noch eines in meinen Lieblingsfarben zugelegt. In meinem Falle passt lila nicht nur zu fast allen Klamotten, sondern auch zur Haarfarbe.

Longsleeve selber nähen

Dieses Shirt habe ich bereits vor einiger Zeit genäht und es ist ein absolutes Lieblingsteil in meinem Kleiderschrank. Ein echter Alltags-Allrounder eben. Es hat schon einige Wäschen hinter sich, hat aber bisher nicht an Form und Farbe eingebüßt.

Hast Du auch schonmal ein Shirt genäht oder möchtest gerne eines Nähen? Dieses Projekt ist übrigens ideal, um mit dem Nähen anzufangen. Es ist einfach und Du kannst dabei viele Grundlagen lernen und üben. Wenn Du Fragen hast, hinterlasse mir doch eine Nachricht auf meiner Facebookseite oder schreibe mir eine E-Mail an info@sovori.de.

Liebe Grüße