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Tipps & Tricks: Die besten Nähvideos im Netz

Die besten Nähvideos aus dem Netz

Ich nähe zwar schon sehr lange, aber ich weiß auch nicht alles. Immerhin bin ich keine gelernte Schneiderin. Manchmal habe ich eine bestimmte Fragestellung, zuweilen browse ich einfach durch die Videos bekannter Online-Magazine oder Nähblogger. Dabei habe ich einiges gefunden, was mir sehr weitergeholfen hat. Einige Videos haben mir auch regelrecht die Augen geöffnet und ich habe gemerkt, dass ich manche Techniken jahrelang falsch oder viel zu umständlich gemacht habe.

Daher zeige ich Euch hier meine Sammlung von Anleitungen und Tipps in Form von Youtube-Videos, die ich sehr hilfreich fand oder zur Rate ziehe, wenn ich Hilfe bei einem bestimmten Arbeitsschritt benötige. Ich werde die Sammlung immer mal wieder ergänzen, wenn ich ein neues, hilfreiches Video entdeckt habe.

Um die Kurve nähen

Man sollte ja denken es wäre sehr einfach, aber ich hab das tatsächlich all die Jahre lang sehr umständlich gemacht. Besonders gut in dem Video finde ich auch, wie die Stecknadeln platziert sind. Seit ich das auch so mache, werden meine bogenförmigen oder runden Nähte sehr viel besser und die Nahtzugabe verrutscht nicht. Nachdem ich dieses Video gesehen habe, habe ich mir übrigens auch so einen Magneten gekauft, der es erleichtert die Nahtzugabe einzuhalten.

Ärmel einsetzen bei Jersey-Oberteilen

In diesem Video geht es um Ärmel für T-Shirts oder Kleider aus Jersey. Ich fand es sehr hilfreich zu sehen, wie der Ärmel richtig eingepasst wird. Seit ich dieses Video gesehen habe, markiere ich die Knipse auch durch einen kleinen Schnitt mit der Schere und nicht mehr wie früher mit Heftfaden oder Trickmarker. Das macht es so viel einfacher die Passzeichen richtig zu setzen, weil sie einfach viel besser erkennbar sind, sowohl von der linken, als auch von der rechten Seite. Außerdem finde ich es sehr interessant zu sehen, wie eine professionelle Schneiderin so einen sich rollenden, krabbeligen Jersey-Saum sauber verarbeitet. Allein an den Handgriffen dabei kannst Du dir schon so einiges abschauen.

Ärmel einsetzen bei nicht-elastischen Stoffen

In diesem Video erklärt eine professionelle Schneiderin, wie man einen Ärmel richtig einsetzt. Bis ich das Video gesehen hatte, habe ich immer unten, also an der Seitennaht, mit dem Einsetzen angefangen und mich dann hinterher gewundert, warum der Ärmel nicht richtig sitzt. Wenn man oben an der Schulternaht anfängt, so wie sie es im Video macht, ist es so viel einfacher und der Ärmel sitzt auch viel besser.

Der verdeckte Reißverschluss

Ich arbeite meistens mit verdeckten Reißverschlüssen, weil ich sie optisch einfach am schönsten finde an Röcken oder Kleidern. Leider sind die mir früher nicht immer gelungen. Oft brauchte es zwei bis drei Versuche, bis der Reißverschluss wirklich richtig saß. Daher habe ich das Internet mal danach befragt und bin auf dieses Video gestoßen. Ich finde es erklärt sehr gut, wie man den Reißverschluss sauber einsetzt. Besonders hilfreich fand ich die Erläuterung, wie man den Reißverschluss ganz am Anfang schon richtig steckt. Das macht es später beim Einnähen sehr viel leichter.

Knopflöcher mit Knopflochautomatik (für die Pfaff Expression 3.5.)

Ich gebe zu, bei diesem Thema blicke ich noch nicht so ganz durch. Ich habe den Knopflochfuß mit der Automatik an meiner Maschine bereits getestet, aber das Ergebnis hat mir bisher noch nicht besonders gut gefallen. Dieses Video hier ist für die Pfaff Ambition 1.0, also für ein wesentlich älteres und etwas anders gestaltetes Modell. Allerdings zeigt es ganz gut, wie man den Fuß einbaut und einstellt, das funktioniert an allen Pfaff Maschinen gleich. Leider finde ich kein Video für die Expression 3.5. Sollte ich es irgendwann mal raus haben mit den Knopflöchern, werde ich vielleicht ein Video dazu machen.

 

Ich hoffe, dass euch diese Videos genauso viel weiterhelfen wie mir.

Kennst Du auch tolle Nähvideos? Dann schreib mir doch einen Kommentar oder poste auf meiner Facebook-Seite.

Kindertshirt nach kostenlosem Schnittmuster

Tshirt für Babies selber nähen

Der Frühling ist dieses Jahr früh dran – Und mit dem Frühling kommen auch wieder kurze Ärmel, leichte Kleider und schöne Röckchen. Für mich ist er damit gleich doppelt ein Anlass zur Freude, denn ich erwarte im April mein erstes Kind. Daher bin ich bereits voller Aufregung dabei, tolle Nähprojekte für Babys und Kinder zu suchen und teilweise auch schon umzusetzen. In diesem Beitrag stelle ich Euch ein Projekt aus dem letzten Jahr vor. Dieses kleine T-Shirt habe ich als Baby-Geschenk für Freunde genäht.
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Wickelshirt mit Polka Dots

Jerseyshirt in Wickeloptik

Dieses Projekt begann mit einem Paar Schuhe.

Ruby Shoo Black White Polka Dot pumps

An einem ruhigen Freitag-Abend im März entdeckte ich bei Kleiderkreisel diese wunderschönen Pumps von Ruby Shoo. Da ich Polka Dots und Retro Styles liebe (Das ist wohl nicht zu übersehen in meinem Instagram Account 🙂 ), musste ich die Schuhe natürlich sofort haben. Etwa eine Woche später standen sie vor mir und ich habe mich wahnsinnig gefreut.

Als ich jedoch meine neuen Schuhe das erste Mal anprobierte, fiel mir auf, dass ich gar kein passendes Outfit dazu habe. Ich besitze zwar ein gepunktetes Kleid, ein Haarband und ein verwaschenes T-Shirt, aber nichts davon passte wirklich gut zu den Pumps. Das Kleid passte besser zu Sandalen, das T-Shirt ziehe ich gar nicht mehr an und beim Haarband hatten die Punkte eine ganz andere Größe und Struktur. Da beschloss ich kurzerhand, mir etwas Passendes dazu zu nähen.

Stoff & Schnitt

Der Stoff mit dem passenden Punktemuster war schnell gefunden. Er stammt aus der Stoffgalerie Rust in Neustadt an der Weinstraße. Es handelt sich um einen festen, dickeren Jerseystoff. Ich mag für Shirts gerne etwas dickere Jerseys, weil ich finde dass sie sich etwas schöner an die Figur anschmiegen, als die Dünneren, die eher so herunterhängen. Außerdem sind dickere Jerseys garantiert blickdicht.

Den Schnitt habe ich selbst kombiniert aus einem „echten“ Wickelshirt aus der Burda 03/2012. Der untere Teil besteht dabei aus langen Bindebändern, ich habe ihn mit einem Shirt-Unterteil ersetzt, lediglich Ausschnitt und Brustteil haben noch die Wickeloptik. Die Ärmel habe ich ein Stückchen verlängert, da ich gerne Halbarm-Shirts trage. Ursprünglich gab es den Schnitt als Kurz- oder Langarmshirt

Shirt selber nähen: Die Nähmaterialien
Punktestoff, Schere, Schnitt – Check

Nachdem ich das Shirt zugeschnitten hatte, wollte ich ihm noch eine etwas persönliche Note geben. Einfach nur Punkte waren mir schlicht und ergreifend zu langweilig. Also habe ich meinen Fundus an Spitzen und Borten durchsucht und diese schöne lilane Elastik-Borte entdeckt. Die kam dann direkt an die Taille und die Ärmel.

Spitzenborte am Ärmelsaum und in der Taille

Nähzeit: 6 Stunden

Das Shirt selbst war sehr einfach zu nähen. Ich habe dafür etwa 6 Stunden benötigt. Die meisten Nähte habe ich mit meiner Overlock Maschine genäht, die Säume mit der Zwillingsnadel. Die Spitzenborte habe ich mit einem flachen Zickzackstich am Stoff befestigt, damit die Dehnbarkeit nicht verloren geht.

 

 

Langarmshirt in Wickeloptik selber nähen

Den Saum habe ich zum Schluss noch mit einem Bund versehen. Ursprünglich wollte ich ihn nur umnähen, mir war das Shirt dann aber noch etwas zu kurz, also habe ich es dadurch ein paar Zentimeter verlängert. Außerdem bleibt das Shirt durch den Bund an Ort und Stelle und rutscht nicht nach oben.

Ein Oberteil für alle Anlässe

Eigentlich sollte jeder so ein Punkteshirt im Schrank haben. Es passt sowohl zur Jeans als auch zum Rock und ist sowohl fürs Büro als auch für die Freizeit geeignet. Und durch die halblangen Ärmel hat es immer Saison. Mit der lila Spitzenborte habe ich dem Shirt meine persönliche Note verpasst. Seitdem ich es genäht habe, hatte ich es mindestens einmal in der Woche an. Auch die Pumps habe ich schon dazu getragen, es sieht aber auch gut aus zu schwarzen Pumps oder Converse Chucks, Hier ist mir ein echtes Lieblingsstück gelungen. Mehr Bilder von meinen Outfits mit dem Shirt findet ihr bald auf meinem Instagram Account.

Jerseyshirt in Wickeloptik selber nähen

Stehst du auch auf Polka Dots? Dann hinterlasse mir gerne einen Kommentar auf  meiner Facebook-Seite oder über Instagram!

 

 

 

 

 

 

Nähtipps 1: Die Garnbox – Ein Ordnungshelfer

Box für Nähgarne

In diesem Beitrag stelle ich ein praktisches Produkt für die Hobbyschneiderei vor: Die Garnbox. Sie erleichtert das Aufräumen, Sortieren und vor allem das Wiederfinden von Nähgarn. Von diesem Ordnungshelfer bin ich so begeistert, dass ich mir gleich zwei davon gekauft habe. Mehr darüber, warum diese Garnboxen so nützlich sind, wo man sie kaufen kann und Bilder meiner Boxen mit einsortiertem Nähgarn findet ihr im Folgenden.

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Aufgeschoben und vergessen – Meine angefangenen Projekte

Nähmaschine und Miezi

Da liegt es, das pinke Maxikleid. Oder zumindest das, was davon schon fertig genäht ist. Und da liegt es gut. Schon seit bald fünf Jahren. Ich habe es nie fertig gemacht. In der Zwischenzeit habe ich es mehrmals wieder ausgepackt und war mir sicher: „Diesen Sommer nähe ich das fertig.“ – Und dann war wohl doch nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Genauso geht es auch dem lila Maxikleid, dem grauen Rock und so manch anderem halbfertigen Kleidungsstück.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Dinge voller Elan zu beginnen und dann die Motivation zu verlieren, liegt in der Natur der meisten Menschen. Wer hat nicht irgendwas zuhause, was er unbedingt mal fertig machen wollte und dann wieder vergessen hat? Ich für meinen Teil habe eine ganze Menge solcher Projekte. Ein paar davon möchte ich euch hier mal vorstellen.

Einige angefangene Projekte – Und warum sie immer noch herumliegen

Das Maxikleid mit Pink
Als die Maxikleider gerade wieder modern wurden, habe ich dieses Schnittmuster in der Burda Easy Fashion gesehen. Ein Maxikleid aus riesigen Rüschen! Der Wahnsinn! Den Stoff fand ich spontan und wollte ihn sofort verarbeiten. Also kombinierte ich ihn mit schwarzem Chiffon und fand es großartig. So großartig habe ich allerdings nicht gearbeitet. Die Rüschen sind teils etwas krumm und schief und der Reißverschluss passt farblich überhaupt nicht dazu. Zudem habe ich kurz nach dem Nähen etwas zugenommen, so dass das Kleid heute schon etwas eng sitzt, obenrum. Kurz gesagt – Hier ist eine Menge Korrekturarbeit notwendig, damit ich mich in dem Kleid auf die Straße trauen würde. Und ich müsste ein bisschen abnehmen. Mal sehen – Nächsten Sommer vielleicht 😉

Das Maxikleid  in lila
Mit den Maxikleidern habe ich auch kein Glück. Den großartigen Chiffonstoff für das Oberkleid hat mir meine verstorbene Mutter geschenkt. Sie hatte damals den Vorschlag gemacht, daraus ein Maxikleid zu machen. Leider reichte der Stoff nicht für ein komplettes Kleid, so dass ich das Unterkleid aus einem etwas schwereren Synthetikstoff gemacht habe. Dieser ist aber viel zu schwer. In Kombination mit dem zarten Crepe-Chiffon sieht er aus wie ein alter Vorhang. Dementsprechend hatte ich das Kleid einmal an und seitdem wartet es darauf, dass ich mir die Zeit nehme, das Unterkleid rauszutrennen und durch einen leichteren, besser passenden Stoff zu ersetzen.

Der graue Rock
Er ist fast fertig, eigentlich fehlt nur noch der Saum. Nur habe ich mich hier total bei der Größe vertan. Er ist mir viel zu groß. Da ich nicht vorhabe, viel zuzunehmen, suche ich seit drei Jahren jemanden, dem der Rock passt. Dann passe ich den Saum der Größe und den Wünschen seiner Trägerin an. Schon einige Bekannte und Freunde haben den Rock anprobiert – Aber das Aschenputtel dem er richtig passt, hat sich noch nicht gefunden.

Der Blazer in nude
Ich sah diesen Stoff und wollte unbedingt einen bestimmten Blazer-Schnitt daraus nähen. Es hat sich nur leider herausgestellt, dass mir weder der Schnitt, noch die Farbe gut stehen. Und ein bisschen zu klein ist er auch geworden. Eigentlich fehlen nur noch die Knöpfe an den Ärmeln – Und die Motivation, das Ding fertig zu machen und eine Besitzerin dafür zu finden.

Das lila Katzen-T-Shirt
Ich habe einmal in einem alternativen Laden ein T-Shirt mit einem echt genialen Katzenmotiv gefunden. Leider ist es kein tailliertes Shirt, sondern ein eher wabbliger Schnitt. Seit dem Sommer wartet es darauf, in ein sexy Katzenshirt umgewandelt zu werden. Es wird wohl bis nächstes Jahr warten…

Der Stepp-Rock
Diesen Rock habe ich mit 13 selbst genäht. Er ist aus Steppstoff und hat rechts und links Reißverschlüsse. Eigentlich ein tolles Teil (Wenn ich noch reinpassen würde^^). Da ich ihn viel und gern getragen habe, ist das Futter an manchen Stellen etwas ausgerissen. Den Rock zu reparieren habe ich auf den Zeitpunkt geschoben, an dem ich wieder reinpasse. Denn was sollte ich sonst damit?

Nähe ich das irgendwann mal fertig?

Manchmal beginne ich Projekte voller Begeisterung – Und dann bleiben sie liegen. Es fällt mir unglaublich schwer, mich wieder dafür zu motivieren, daran weiterzumachen. Ich fühle mich deswegen nicht schlecht, schon meine Mutter hatte einige nie vollendete Projekte in ihrer Nähecke. Trotzdem wurmt es mich ein wenig, dass die Sachen nicht fertig werden. Motivation, damit wieder anzufangen, habe ich allerdings auch nicht. Also schiebe ich sie auf – Auf den richtigen Zeitpunkt, wenn ich total Lust habe, genau das zu machen oder zu tragen. In der Hoffnung, dass er irgendwann kommt.

Nicht alle Sachen bleiben für immer liegen. Zum Beispiel habe ich diesen Sommer ein zauberhaftes Sommerkleid fertig genäht (Vorgestellt in diesem Post), das zuvor auch mindestens drei oder vier Jahre halbfertig im Schrank hing.

Nähen ist für mich keine Arbeit, die ich erledige, weil ich Geld dafür bekomme oder weil etwas Schlimmes passiert, wenn ich es mal nicht mache. Es ist mein liebstes Hobby und hat für mich sehr viel mit positiver Stimmung und Motivation zu tun, aber auch mit Begeisterung für das aktuelle Nähprojekt. Manche Projekte halten meine Begeisterung länger als andere. Bei manchen ist die Begeisterung aber auch irgendwann plötzlich weg. Das kann einen bestimmten Grund haben, den gibt es aber manchmal auch nicht. Da habe ich dann einfach keine Lust mehr, das Projekt zuende zu bringen und verschiebe es auf unbestimmte Zeit.

Ich hoffe, dass auch die oben aufgeführten, aufgeschobenen Projekte irgendwann ihre Zeit bekommen.

Habt ihr auch schon Nähprojekte angefangen und nie fertiggestellt? Dann schreibt mir doch einen Kommentar