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Willkommen zurück auf meinem Nähblog

Ich nähe gerade etwas in meinem Nähzimmer

Hallo liebe Leser,

seid herzlich willkommen auf der neuen Version von Sovori.de, der deutschen Variante meines Nähblogs. Die Englische Version findet ihr unter www.sovori.com. Ich blogge ab jetzt zweisprachig, da ich viele nette  Näh-Kontakte auf der ganzen Welt geknüpft habe, mit denen ich mein Wissen über’s Nähen und meine Projekte teilen möchte. Da die meisten diese internationalen Kontakte kein deutsch sprechen, gibt es Sovori’s Nähblog jetzt eben auch auf Englisch.

Für alle die meinen Blog noch nicht kennen:

Ich blogge schon seit etwa 8 Jahren.Angefangen hat alles mit einem Blog über Webentwicklung – damals mein Nebenjob. Bald habe ich aber gemerkt, dass ich viel lieber über mein Hobby bloggen würde und habe meinen ersten Nähblog gestartet. Der war damals noch eine Unterkategorie meines Blogs zu HTML, CSS und CMS-Systemen. Da das nicht wirklich zusammengepasst hat, wurde daraus irgendwann Sovori.com, ein Blog der sich nur noch mit Nähen, Basteln und Dekorieren beschäftigt hat. Dort habe ich in den letzten 5 Jahren fleißig über all meine Nähprojekte gebloggt.

Aber dieses Jahr – Im August 2017 – War es mal wieder Zeit für was anderes. Ich habe all meine Beiträge und den alten Blog vorübergehend deaktiviert und ein ganz neues Konzept für mein Blog entwickelt. Abgesehen von der Zweisprachigkeit möchte ich mich in Zukunft in meinen Beiträgen stärker fokussieren (Nämlich aufs Nähen! 🙂 ) und das Ganze optisch etwas ansprechender gestalten. Auch meine alten Texte benötigen dringend mal eine Überarbeitung.

Bis Weihnachten plane ich, mindestens 40 Beiträge zu erstellen – Sowohl hier als auch in der englischen Version meines Blogs, um nächstes Jahr voll durchzustarten mit vielen neuen Projekten, Ideen und sogar einigen Downloads. Aktuell arbeite ich in meiner Freizeit an neuen Fotos, besseren Texten, SEO und meinen Netzwerken und Interessengruppen.

Ich wünsche euch viel Spaß auf meinen Blog rund ums Nähen und Selbermachen.

Ihr habt Fragen zu meiner Blogstrategie oder braucht Rat für euren eigenen Blog? Schreibt mir gerne einen Kommentar oder eine E-Mail an info@sovori.com

 

 

#2017: Meine Projekte für’s neue Jahr

Nähprojekte und Ideen zum Selber nähen

Ich wünsche euch einen guten Start ins neue Jahr 2017! Wie so viele andere habe auch ich viele Pläne, Vorsätze und Aufgaben die ich in diesem Jahr angehen will. Dazu gehören auch viele Nähprojekte. Denn ich möchte dieses Jahr nicht nur wesentlich mehr nähen als im Vorjahr, ich möchte auch mehr bloggen und vielleicht sogar mein erstes Näh-Video veröffentlichen. Allerdings habe ich so viele Projekte und so wenig Zeit – Deshalb habe ich hier mal die wichtigsten Projekte gesammelt, die ich in diesem Jahr umsetzen möchte.

Das Sommer-Kleid fertignähen

Sommerkleid aus Seide mit Siebziger Muster

Im letzten Jahr habe ich ein grandioses Sommerkleid aus Seiden-Chiffon begonnen. Der Stoff lag schon sehr lange im Schrank und ich wusste lange nicht, was ich daraus machen soll. Leider war es auch keine sehr große Menge Stoff, so dass es für einen Rock oder ein langes Kleid nicht gereicht hätte. Auf der Suche nach Schnitten für mein Hochzeitskleid bin ich dann auf diesen gestoßen, der dann zufällig auch genau zur Stoffmenge gepasst hat. Leider hatte ich letzten Sommer dann mit meinem Hochzeitskleid genug zu tun, so dass ich es nicht geschafft habe, dieses traumhafte Strandkleid fertig zu nähen. Das möchte ich diesen Sommer auf jeden Fall nachholen und das Kleid auch mal ausführen.

Die Heavy Metal Kutte

Heavy Metal Kutte

In der Metal-Szene ist die Kutte das wichtigste Kleidungsstück auf Konzerten und Festivals. Sie passt einfach zu allem was man dort so trägt, hält ein bisschen warm und sagt den anderen Leuten, welche Bands du liebst. Schon seit vielen Jahren nehme ich mir vor, mir auch mal eine Kutte zu nähen. Patches habe ich schon mehr gesammelt, als auf eine Kutte passen, nur die Kutte hat eben noch gefehlt. Vorletztes Jahr habe ich mir dann den passenden Jeansstoff gekauft und jetzt wird es Zeit, ihn zu verwerten. Dieses Jahr – Das habe ich mir fest vorgenommen – Gehe ich mit einer passenden Kutte aufs Festival.

Ein Wickelkleid nähen

Sovoris Wickelkleid selber nähen

Wickelkleider stehen fast jedem und so auch mir besonders gut. Ich habe bereits zwei gekaufte Wickelkleider, habe allerdings noch nie selber eins genäht. In diesem Jahr möchte ich das gerne ausprobieren und bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis. Der Schnitt aus dem Bild ist der Burda 09/2006. Diesen Schnitt möchte ich zuerst ausprobieren, danach warten noch viele andere Schnitte für Wickelkleider darauf, von mir genäht zu werden.

Meine Stoffe „aufbrauchen“

Stoffe zu verkaufen und zu verschenken

Über die Jahre habe ich eine ziemlich große Menge an Stoffen gesammelt. Viele davon habe ich gekauft ohne genau zu wissen, was ich daraus machen soll. Andere habe ich vererbt oder geschenkt bekommen. Fakt ist jedenfalls, ich habe womöglich mehr Stoff als ich in einem Leben vernähen kann. Daher habe ich mir vorgenommen dieses Jahr so wenig Stoff wie möglich zu kaufen und möglichst viele meiner Stoffe zu verarbeiten. Ich brauche dringend mal wieder Platz im Stoffschrank.

Mehr Röcke nähen

Rock selbst nähen, Röcke

2016 habe ich keinen einzigen Rock genäht (Bis auf einen missglückten Petticoat). Dabei trage ich eigentlich sehr gerne Röcke und habe auch noch eine ganze Menge Stoffe, aus denen ich viele tolle Röcke zaubern könnte. Zumal die meisten Röcke auch recht einfach und schnell genäht sind. Unter anderem auch deswegen habe ich mir vorgenommen, dieses Jahr wieder ein paar Röcke zu nähen.

Endlich einen Petticoat nähen

Petticoat selber nähen

Im Frühling 2016 hatte ich es aufgegeben. Nach dem zweiten missglückten Versuch war ich der Überzeugung dass ich nicht in der Lage bin, einen richtigen Petticoat zu nähen. Ihr fragt euch jetzt vielleicht „Kann ja nicht so schwer sein?!“ – Das dachte ich auch. Leider hat sich dieses Projekt als kniffliger herausgestellt, als Anfangs gedacht. Den ersten Petticoat habe ich ca. 2008 genäht. Lt. Anleitung sollte man die Tüllrüschen auf einen Unterrock aus Futterstoff aufnähen. Das Ergebnis war mehr als mäßig. Die „Rüschen“ standen in alle Richtungen ab und der Rock wirkte darüber eher unförmig als bauschig.
Meinen nächsten Versuch startete ich dann im Frühling 2016 – Nach einer eigentlich recht guten Anleitung von Sugardale. Das Ergebnis sah auf den ersten Blick okay aus, auf den zweiten Blick merkte ich aber dass ich die Rüschen offenbar nicht lang genug gemacht hatte. Der Petticoat gab nach unten hin null Volumen her. Außerdem habe ich festgestellt dass Volumen auf Hüfthöhe nur von Frauen mit weniger Hüften getragen werden sollte. Dieser Petticoat sah jedenfalls mit einem Rock mehr nach Tulpe als nach A-Form aus.

Aller Anfang ist schwer – Vor allem wenn  man „freihand“ nach einer Internet-Anleitung nähen muss. Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen eben nicht aufzugeben und mir einen Petticoat zu nähen. Aller guten Dinge sind drei, dieses Mal klappt es bestimmt. Am Ende soll dann sowas rauskommen:

Petticoat Anleitung

Die dazugehörige Anleitung findet ihr hier.

Meine alten T-Shirts verarbeiten

Alte T-Shirts ändern

Letztes Jahr habe ich meinen Schrank ausgemistet und viele alte T-Shirts gefunden. Die meisten davon sind von Bands, Events oder wegen des lustigen Motivs gekauft worden. Leider mag ich klassische T-Shirts mit engem Halsausschnitt nicht besonders (Wie man den Ausschnitt ändert habe ich hier schonmal verbloggt). Da ich allerdings auch keine 20 T-Shirts mit großem Ausschnitt gebrauchen kann, sollte ich mir nun überlegen was ich mit den Shirts anstelle. Hier gibt es tausende coole Verwendungsmöglichkeiten. Ich werde demnächst mal brainstormen und damit beginnen.


Das sind nun also meine Top-Projekte für 2017. Ich hoffe, dass ich euch damit etwas Motivation mitgeben konnte, ich für meinen Teil bin aktuell jedenfalls noch hoch motiviert.

Sommerkleid „Tuxedo Cats“

Kleid aus Katzenstoff in Schwarz und Weiß

Dieses tolle Sommerkleid habe ich mir 2016 für eine Hochzeit genäht. Es vereint gleich zwei Dinge die ich liebe: Rockabilly-Style und Katzen. Das taillierte Oberteil und der Tellerrock geben dem Schnitt einen Hauch der Fünfziger, das Kleid lässt sich mit und ohne Petticoat tragen.

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Zipfelrock aus altem T-Shirt

Sovoris selbstgenähter Minirock

Ich habe ein altes Longshirt von meiner besten Freundin geschenkt bekommen und daraus einen Mini-Rock genäht. Das Shirt ansich war schön, aber es war mir leider zu kurz. Den zipfeligen Saum fand ich toll, daher beschloss ich, daraus einen Rock zu nähen. Da das Shirt von der Breite her bereits ungefähr passte, musste ich es nur abschneiden, eine Passe hinzufügen und umnähen. Die Tallienbänder des Shirts habe ich als Gürtel mit verarbeitet.

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Nähanleitung: Ausgerissene Jeans flicken: So geht’s

Alte Jeans reparieren

Manchmal ist es nur eine unachtsame Bewegung und ratsch – Ist die Lieblingshose an einer unangenehmen Stelle gerissen. So ist es letzte Woche auch meinem Liebsten passiert. Besonders bei Lieblingshosen, die häufig getragen werden, ist der Stoff schnell mürbe, da reißt er gerne mal an besonders beanspruchten Stellen aus.

Ist der Riss in der Nähe einer Naht ist das kein Problem. Dann kannst du die Hose schnell und fast unsichtbar wieder flicken. Wie das geht, zeige ich in diesem Tutorial.

Da der Jeansstoff an der gerissenen Stelle schon recht mürbe ist, kann ich den Riss nicht einfach so stopfen. Das würde direkt wieder rausreißen. Daher arbeite ich mit einem Patch aus einem anderen Stoff, der von innen aufgesetzt wird. Damit kann ich wunderbar die Jeans flicken und gleichzeitig auch das mürbe Material vor weiterem Ausreißen schützen.

Das brauchst du

  • Alte Jeanshose oder Jeansstoff für den Patch
    (fester, dickerer Baumwollstoff tut es auch, man sieht den Patch nach dem Flicken nicht)
  • Jeans-Nähgarn, gibt’s z.B. hier
  • Ein paar Stecknadeln

Warum Jeansnähgarn?
Dieses Nähgarn ist speziell für dicke, feste Stoffe wie eben  Jeans gedacht. Es ist sehr reißfest und löst sich auch nicht durch Scheuern und Reiben beim Tragen auf. Normales Nähgarn würde an einer so beanspruchten Stelle an einer Jeanshose nicht lange halten.

1. Schablone zeichnen & Patch ausschneiden

Flicken aus Jeans ausschneiden

Als erstes mache ich mir eine kleine Schablone für den Patch. Dazu messe ich erstmal den Riss aus – einmal in der Länge und in der Breite.  Das zeichne ich auf dem Papier ein. Als Breite habe ich mir etwa 4cm ausgesucht. Ich mache den Patch immer lieber etwas zu groß, so dass ich ihn später noch abschneiden kann.

2. Patch feststecken

Dann steckst du den Patch auf den Riss in der Hose. Am Besten fängt du an den Nähen an. Da ist das gerade Feststecken am Einfachsten.

Anleitung zum Reparieren von Jeans

3. Patch annähen und anpassen

Im letzten Schritt wir der Patch angenäht. Ich nähe immer zuerst entlang einer Naht. Dann prüfe ich, ob der Patch gerade sitzt und stecke ihn gegebenenfalls nochmal fest.

Anleitung zum Jeans flicken

Wenn alles sitzt, nähe ich gerne zwei oder drei mal darüber, so dass der ausgerissene Teil der Jeans gut am Patch befestigt ist. Die ausgefransten Nähe stecke ich mit Stecknadeln „in“ die Naht, so dass man sie nicht mehr so stark sieht.

Am Ende prüfe ich, ob Naht und Patch auch fest sitzen, in dem ich die entsprechende Stelle der Jeans etwas dehne und ziehe.

Am Schluss wendet ihr die Jeans nochmal, dann könnt ihr die überstehenden Enden des Patchs abschneiden, so dass sich beim Tragen innen keine unangenehm scheuernden Stellen oder Falten ergeben.

Dann seid ihr auch schon fertig. So einfach ist es, eine Jeans zu flicken.

Tipp:
Diese Methode funktioniert übrigens nicht nur bei Jeans, sondern bei fast allen Kleidungsstücken, bei denen etwas ausgerissen ist. Für den Patch solltest du natürlich immer den selben Stoff verwenden, aus dem auch dein Kleidungsstück gemacht ist.  Bei feineren und leichteren Stoffen kann man als Patch auch ein Stück Vlieseline verwenden. So bleibt er unsichtbar.

Wenn ihr Anregungen, Fragen und Feedback rund um das Thema „Jeans flicken“ habt, lasst mir doch einen Kommentar unter dem Beitrag oder auf meiner Facebookseite da. Ich antworte garantiert.

 

Kleid für die kleine Gothic-Prinzessin

Was passt am besten zum Nachwuchs von Metallern? Richtig – Etwas Dunkles. Die kleine Prinzessin von meinen Freunden ist nun ausgestattet für ihre erste Gothicparty. Noch passt sie noch nicht ganz in das Kleid, da es für Kinder im Alter von 8-10 Monaten gemacht ist, aber da wächst sie sicherlich ganz schnell rein.

Sobald ich die Erlaubnis bekomme, die Nähanleitung zu übersetzen und zu posten, stelle ich sie hier rein!

Gothic Kleid für Babies

Das süße Gothic-Kleid besteht aus Spitze und einem leichten Baumwollstoff. Verziert ist es mit Satinband und der coolen Spinnen-Brosche. Ich habe es nach dieser Anleitung genäht.

Sie muss allerdings noch reinwachsen:

Anleitung: T-Shirt Ausschnitt vergrößern

T-Shirt Ausschnitt Vergrößern von Sovori

Wie viele Metalheads habe ich jede Menge T-Shirts mit dem Logo meiner Lieblingsbands oder von Festivals, die ich besucht habe. In den letzten Jahren habe ich sie allerdings nur noch selten getragen. Grund dafür war meist der enge Halsausschnitt. Ich trage einfach lieber weiter ausgeschnittene Oberteile, weil man sie besser mit Ketten und Schals kombinieren kann und weil ich sie einfach bequemer zu tragen finde.

Lange habe ich hin und her überlegt, ob ich eins meiner Bandshirts „opfern“ soll, um das Ändern des Halsausschnitts auszuprobieren, dieses Wochenende war es dann soweit. Meine Wahl fiel auf das gute alte „Sunpilots“-Shirt. Hilfe hatte ich von den netten Usern im Forum von Natron&Soda, sowie diesem Tutorial.

Das Ergebnis gefällt mir so gut, dass ich dazu ein kleines Tutorial „T-Shirt Ausschnitt vergrößern“ geschrieben habe. Im folgenden zeige ich euch, wie ich diese Ausschnitt-Änderung gemacht habe:

1. Gewünschten Ausschnitt aussuchen

Als erstes solltest du dir überlegen, was für einen Ausschnitt dein T-Shirt später haben soll. Ich habe es mir leicht gemacht und als Vorlage ein anderes Shirt genommen, bei dem mir der Ausschnitt sehr gut gefällt. Diesen Ausschnitt habe ich dann auf ein Stück Papier übertragen.

Shirtausschnitt vergrößern Schritt 1

2. Schablone anfertigen & Wunsch-Ausschnitt aufs T-Shirt übertragen

Von dem anderen Shirt habe ich mithilfe von Kopierpapier und Rädchen den vorderen Teil des Ausschnitts auf ein Blatt Papier übertragen. Den hinteren Teil habe ich mit Bleistift abgezeichnet. Beide Schablonen habe ich ausgeschnitten und damit den gewünschten Ausschnitt auf mein T-Shirt übertragen.

Schnittmuster für T-Shirt AusschnittMit Schneiderkreide Schnittmuster übertragenDas Tolle an den Schablonen ist, dass Du sie immer wieder benutzen kannst. So kannst du eine Ausschnitt-Form die Dir gut steht immer wieder auf andere Shirts anwenden.

3. T-Shirt Ausschnitt schneiden

Dazu brauche ich nicht viel zu schreiben. Der Halsausschnitt mit dem Kragen wird anhand der angezeichneten Linien ausgeschnitten. Das sieht dann so aus:

T-Shirt Ausschnitt vergrößern ohne NähenHier hättest du die Option, den Halsausschnitt einfach „offen“ zu lassen und nicht zu versäubern. So kannst du deinen T Shirt Ausschnitt vergrößern ohne Nähen. Je nachdem welchen Stil du tragen möchtest, kann das auch interessant aussehen. Ich bevorzuge selbst Ausschnitte mit Besatz und gebügelter Kante, einfach weil es mir etwas besser gefällt aus ausgefranste Shirts.

4. Besatz für den Ausschnitt zuschneiden und versäubern

Zu diesem Schritt habe ich leider kein Foto gemacht. Als nächstes messen wir die Weite des Ausschnitts aus. Man benötigt nun ein Stück schwarzen Jersey in dieser Länge. Zur Länge kommt nochmal 2x1cm Nahtzugabe hinzu, da er zu einem Kreis zusammengenäht werden muss. Ich habe meinen Streifen 2cm breit zugeschnitten. Die eine Seite davon habe ich mit der Overlock-Maschine versäubert.

5. Jersey-Streifen an T-Shirt-Ausschnitt annähen

Den Streifen habe ich rechts auf rechts auf den Ausschnitt gelegt und dann mit der Overlock-Maschine angenäht. Der bereits versäuberte Rand des Streifens ist natürlich außen.

Besatz an den Ausschnitt nähen

6. Bügel und Steppen

Im letzten Schritt habe ich den Ausschnitt-Streifen nach innen gewendet und gut gebügelt. Hier ist wichtig, dass weder der Streifen, noch der Rand vom T-Shirt sich einrollen. Am besten direkt nach dem Bügeln mit Stecknadeln fixieren.

Der Ausschnitt des T-Shirts kann nun auf der rechten Seite in der passenden Breite abgesteppt werden. Ich habe eine Breite von 1cm verwendet.

Ausschnittbesatz umbügeln und feststecken

Und fertig!

Zum Schluss habe ich die Naht nochmal gebügelt, damit es schön glatt aussieht. Und schon ist der neue Ausschnitt fertig.

Tipp: Den Ausschnitt immer von Innen bügeln, nicht von der Außenseite! Sonst zeichnen sich bei älteren oder empfindlicheren T-Shirtstoffen die Linien vom Besatz ab. Achte außerdem darauf, bei Deinem Bügeleisen die richtige Temeperatur einzustellen.

Bandshirt mit weitem Ausschnitt, T-Shirt Ausschnitt vergrößern

Du hast mein Tutorial ausprobiert? Oder hat was nicht geklappt beim T-Shirt Ausschnitt vergrößern? Dann schreib mir doch einen Kommentar hier im Blog, auf Instagram mit dem Hashtag #sovori oder auf meiner Facebook-Seite. Ich freue mich auf Deine Ideen und Projekte!

Viel Spaß beim Nähen wünscht

 

Vintagekleid aus Satin

Vintagekleid mit V-Ausschnitt

Abendkleid aus Satin

Obwohl der Winter nun wieder fast vorbei ist, möchte ich jetzt ein Nähprojekt aus dem Jahr 2013. Gelegenheiten, um ein schickes Kleid  zu tragen, hat man ja normalerweise eher selten. Damals ergab sich jedoch eine, nämlich der Abschlussball meines Studiengangs. Dafür benötigte ich ein Abendkleid, das gleichzeitig elegant und praktisch ist.

Ich wollte kein Glitzer-Prinzessinnenkleid haben, da man sowas zu anderen eleganteren Anlässen wie zum Beispiel Empfängen oder schicken Partys nicht tragen kann. Außerdem musste mein Abendkleid lange Ärmel haben. Es war ziemlich kalt im letzten November und ich wollte nicht den ganzen Abend mit einem hässlichen Bolero-Jäckchen über meinem schönen Kleid unterwegs sein. Das Schnittmuster für das Kleid war schnell gefunden, in der Dezember-Burda von 2012. Den Schnitt ansich habe ich kaum verändert, lediglich den Rock habe ich kürzer gemacht, in dem Modell aus der Burda geht das Kleid bis zur Mitte der Waden, meines sollte jedoch knielang sein.

Vintagekleid mit V-Ausschnitt

Was die Farbe des Stoffes anging, war ich mir recht unsicher. Eigentlich hatte ich mir ein lilanes Kleid gewünscht, doch die Farbauswahl für den hübschen Satin auf dem Stoffmarkt war nicht besonders groß. Lila war auch nicht dabei. Also entschied ich mich nach kurzem Überlegen für das dunkle Flaschengrün. Lustigerweise ist es sogar genau der selbe Farbton, den auch das Kleid in der Burda hat.

Das Nähen war ziemlich anstrengend. Spätestens hier wurde mir klar, dass ich eine neue Nähmaschine brauche. Meine kleine Singer 8280 ist eben eher eine Einsteiger-Nähmaschine. Den perfekten Stich für den zarten Satin hatte sie nicht wirklich auf Lager, der Stoff wurde oft nicht richtig transportiert und einige Teile musste ich auftrennen und neu zuschneiden, weil der Stoff in die Maschine gezogen und dabei beschädigt wurde. Auch der Knopflochstich, den ich mit dieser Maschine das erste Mal ausprobiert hatte, lässt sehr zu wünschen übrig. Die Ärmel-Manschetten mit den überzogenen Knöpfen zeige ich bewusst nicht im Detail. Sobald ich wieder eine andere Maschine habe, werde ich sie abtrennen und neu nähen. Zum Glück hatte ich genug Stoff gekauft.

 

Kleid Ausschnitt mit Falten

Das Kleid selbst war perfekt für den Ball. Durch die langen Ärmel habe ich nicht gefroren und musste kein Jäckchen überziehen. Ich habe dazu eine elegante Strumpfhose mit schwarzer Naht und Riemchenpumps getragen. Später, als der Ball in die Abschluss-Discoparty überging habe ich die High Heels dann gegen schwarze, flache Stiefel getauscht. Weil der Stoff leicht durchscheinend ist, hatte ich unter dem Kleid so ein Formunterkleid, das nicht nur für wenig Durchblick, sondern auch für eine schöne Silhouette gesorgt hat.

Leider gibt es keine Fotos von mir mit dem Kleid beim Ball, auf denen es ganz zu sehen ist. Bei Gelegenheit werde ich jedoch noch ein Foto von dem Kleid an mir machen.