Nähtipps 1: Die Garnbox – Ein Ordnungshelfer

Box für Nähgarne

In diesem Beitrag stelle ich ein praktisches Produkt für die Hobbyschneiderei vor: Die Garnbox. Sie erleichtert das Aufräumen, Sortieren und vor allem das Wiederfinden von Nähgarn. Von diesem Ordnungshelfer bin ich so begeistert, dass ich mir gleich zwei davon gekauft habe. Mehr darüber, warum diese Garnboxen so nützlich sind, wo man sie kaufen kann und Bilder meiner Boxen mit einsortiertem Nähgarn findet ihr im Folgenden.

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Aufgeschoben und vergessen – Meine angefangenen Projekte

Nähmaschine und Miezi

Da liegt es, das pinke Maxikleid. Oder zumindest das, was davon schon fertig genäht ist. Und da liegt es gut. Schon seit bald fünf Jahren. Ich habe es nie fertig gemacht. In der Zwischenzeit habe ich es mehrmals wieder ausgepackt und war mir sicher: „Diesen Sommer nähe ich das fertig.“ – Und dann war wohl doch nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Genauso geht es auch dem lila Maxikleid, dem grauen Rock und so manch anderem halbfertigen Kleidungsstück.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Dinge voller Elan zu beginnen und dann die Motivation zu verlieren, liegt in der Natur der meisten Menschen. Wer hat nicht irgendwas zuhause, was er unbedingt mal fertig machen wollte und dann wieder vergessen hat? Ich für meinen Teil habe eine ganze Menge solcher Projekte. Ein paar davon möchte ich euch hier mal vorstellen.

Einige angefangene Projekte – Und warum sie immer noch herumliegen

Das Maxikleid mit Pink
Als die Maxikleider gerade wieder modern wurden, habe ich dieses Schnittmuster in der Burda Easy Fashion gesehen. Ein Maxikleid aus riesigen Rüschen! Der Wahnsinn! Den Stoff fand ich spontan und wollte ihn sofort verarbeiten. Also kombinierte ich ihn mit schwarzem Chiffon und fand es großartig. So großartig habe ich allerdings nicht gearbeitet. Die Rüschen sind teils etwas krumm und schief und der Reißverschluss passt farblich überhaupt nicht dazu. Zudem habe ich kurz nach dem Nähen etwas zugenommen, so dass das Kleid heute schon etwas eng sitzt, obenrum. Kurz gesagt – Hier ist eine Menge Korrekturarbeit notwendig, damit ich mich in dem Kleid auf die Straße trauen würde. Und ich müsste ein bisschen abnehmen. Mal sehen – Nächsten Sommer vielleicht 😉

Das Maxikleid  in lila
Mit den Maxikleidern habe ich auch kein Glück. Den großartigen Chiffonstoff für das Oberkleid hat mir meine verstorbene Mutter geschenkt. Sie hatte damals den Vorschlag gemacht, daraus ein Maxikleid zu machen. Leider reichte der Stoff nicht für ein komplettes Kleid, so dass ich das Unterkleid aus einem etwas schwereren Synthetikstoff gemacht habe. Dieser ist aber viel zu schwer. In Kombination mit dem zarten Crepe-Chiffon sieht er aus wie ein alter Vorhang. Dementsprechend hatte ich das Kleid einmal an und seitdem wartet es darauf, dass ich mir die Zeit nehme, das Unterkleid rauszutrennen und durch einen leichteren, besser passenden Stoff zu ersetzen.

Der graue Rock
Er ist fast fertig, eigentlich fehlt nur noch der Saum. Nur habe ich mich hier total bei der Größe vertan. Er ist mir viel zu groß. Da ich nicht vorhabe, viel zuzunehmen, suche ich seit drei Jahren jemanden, dem der Rock passt. Dann passe ich den Saum der Größe und den Wünschen seiner Trägerin an. Schon einige Bekannte und Freunde haben den Rock anprobiert – Aber das Aschenputtel dem er richtig passt, hat sich noch nicht gefunden.

Der Blazer in nude
Ich sah diesen Stoff und wollte unbedingt einen bestimmten Blazer-Schnitt daraus nähen. Es hat sich nur leider herausgestellt, dass mir weder der Schnitt, noch die Farbe gut stehen. Und ein bisschen zu klein ist er auch geworden. Eigentlich fehlen nur noch die Knöpfe an den Ärmeln – Und die Motivation, das Ding fertig zu machen und eine Besitzerin dafür zu finden.

Das lila Katzen-T-Shirt
Ich habe einmal in einem alternativen Laden ein T-Shirt mit einem echt genialen Katzenmotiv gefunden. Leider ist es kein tailliertes Shirt, sondern ein eher wabbliger Schnitt. Seit dem Sommer wartet es darauf, in ein sexy Katzenshirt umgewandelt zu werden. Es wird wohl bis nächstes Jahr warten…

Der Stepp-Rock
Diesen Rock habe ich mit 13 selbst genäht. Er ist aus Steppstoff und hat rechts und links Reißverschlüsse. Eigentlich ein tolles Teil (Wenn ich noch reinpassen würde^^). Da ich ihn viel und gern getragen habe, ist das Futter an manchen Stellen etwas ausgerissen. Den Rock zu reparieren habe ich auf den Zeitpunkt geschoben, an dem ich wieder reinpasse. Denn was sollte ich sonst damit?

Nähe ich das irgendwann mal fertig?

Manchmal beginne ich Projekte voller Begeisterung – Und dann bleiben sie liegen. Es fällt mir unglaublich schwer, mich wieder dafür zu motivieren, daran weiterzumachen. Ich fühle mich deswegen nicht schlecht, schon meine Mutter hatte einige nie vollendete Projekte in ihrer Nähecke. Trotzdem wurmt es mich ein wenig, dass die Sachen nicht fertig werden. Motivation, damit wieder anzufangen, habe ich allerdings auch nicht. Also schiebe ich sie auf – Auf den richtigen Zeitpunkt, wenn ich total Lust habe, genau das zu machen oder zu tragen. In der Hoffnung, dass er irgendwann kommt.

Nicht alle Sachen bleiben für immer liegen. Zum Beispiel habe ich diesen Sommer ein zauberhaftes Sommerkleid fertig genäht (Vorgestellt in diesem Post), das zuvor auch mindestens drei oder vier Jahre halbfertig im Schrank hing.

Nähen ist für mich keine Arbeit, die ich erledige, weil ich Geld dafür bekomme oder weil etwas Schlimmes passiert, wenn ich es mal nicht mache. Es ist mein liebstes Hobby und hat für mich sehr viel mit positiver Stimmung und Motivation zu tun, aber auch mit Begeisterung für das aktuelle Nähprojekt. Manche Projekte halten meine Begeisterung länger als andere. Bei manchen ist die Begeisterung aber auch irgendwann plötzlich weg. Das kann einen bestimmten Grund haben, den gibt es aber manchmal auch nicht. Da habe ich dann einfach keine Lust mehr, das Projekt zuende zu bringen und verschiebe es auf unbestimmte Zeit.

Ich hoffe, dass auch die oben aufgeführten, aufgeschobenen Projekte irgendwann ihre Zeit bekommen.

Habt ihr auch schon Nähprojekte angefangen und nie fertiggestellt? Dann schreibt mir doch einen Kommentar

Ozapft aufm WGT! Mein erstes Dirndl

Dirndl selber nähen mit Sovori

Wer hätte gedacht dass ich mal aufs Oktoberfest gehen würde?! Ich jedenfalls nicht als ich angefangen habe zu studieren. Dennoch habe ich mich von meinen Kommilitonen damals überzeugen lassen, mitzukommen. Immerhin hatte ich so die Gelegenheit, mir ein Dirndl in der Lieblingsfarbe selber zu nähen…
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Willkommen zurück auf meinem Nähblog

Ich nähe gerade etwas in meinem Nähzimmer

Hallo liebe Leser,

seid herzlich willkommen auf der neuen Version von Sovori.de, der deutschen Variante meines Nähblogs. Die Englische Version findet ihr unter www.sovori.com. Ich blogge ab jetzt zweisprachig, da ich viele nette  Näh-Kontakte auf der ganzen Welt geknüpft habe, mit denen ich mein Wissen über’s Nähen und meine Projekte teilen möchte. Da die meisten diese internationalen Kontakte kein deutsch sprechen, gibt es Sovori’s Nähblog jetzt eben auch auf Englisch.

Für alle die meinen Blog noch nicht kennen:

Ich blogge schon seit etwa 8 Jahren.Angefangen hat alles mit einem Blog über Webentwicklung – damals mein Nebenjob. Bald habe ich aber gemerkt, dass ich viel lieber über mein Hobby bloggen würde und habe meinen ersten Nähblog gestartet. Der war damals noch eine Unterkategorie meines Blogs zu HTML, CSS und CMS-Systemen. Da das nicht wirklich zusammengepasst hat, wurde daraus irgendwann Sovori.com, ein Blog der sich nur noch mit Nähen, Basteln und Dekorieren beschäftigt hat. Dort habe ich in den letzten 5 Jahren fleißig über all meine Nähprojekte gebloggt.

Aber dieses Jahr – Im August 2017 – War es mal wieder Zeit für was anderes. Ich habe all meine Beiträge und den alten Blog vorübergehend deaktiviert und ein ganz neues Konzept für mein Blog entwickelt. Abgesehen von der Zweisprachigkeit möchte ich mich in Zukunft in meinen Beiträgen stärker fokussieren (Nämlich aufs Nähen! 🙂 ) und das Ganze optisch etwas ansprechender gestalten. Auch meine alten Texte benötigen dringend mal eine Überarbeitung.

Bis Weihnachten plane ich, mindestens 40 Beiträge zu erstellen – Sowohl hier als auch in der englischen Version meines Blogs, um nächstes Jahr voll durchzustarten mit vielen neuen Projekten, Ideen und sogar einigen Downloads. Aktuell arbeite ich in meiner Freizeit an neuen Fotos, besseren Texten, SEO und meinen Netzwerken und Interessengruppen.

Ich wünsche euch viel Spaß auf meinen Blog rund ums Nähen und Selbermachen.

Ihr habt Fragen zu meiner Blogstrategie oder braucht Rat für euren eigenen Blog? Schreibt mir gerne einen Kommentar oder eine E-Mail an info@sovori.com

 

 

#2017: Meine Projekte für’s neue Jahr

Nähprojekte und Ideen zum Selber nähen

Ich wünsche euch einen guten Start ins neue Jahr 2017! Wie so viele andere habe auch ich viele Pläne, Vorsätze und Aufgaben die ich in diesem Jahr angehen will. Dazu gehören auch viele Nähprojekte. Denn ich möchte dieses Jahr nicht nur wesentlich mehr nähen als im Vorjahr, ich möchte auch mehr bloggen und vielleicht sogar mein erstes Näh-Video veröffentlichen. Allerdings habe ich so viele Projekte und so wenig Zeit – Deshalb habe ich hier mal die wichtigsten Projekte gesammelt, die ich in diesem Jahr umsetzen möchte.

Das Sommer-Kleid fertignähen

Sommerkleid aus Seide mit Siebziger Muster

Im letzten Jahr habe ich ein grandioses Sommerkleid aus Seiden-Chiffon begonnen. Der Stoff lag schon sehr lange im Schrank und ich wusste lange nicht, was ich daraus machen soll. Leider war es auch keine sehr große Menge Stoff, so dass es für einen Rock oder ein langes Kleid nicht gereicht hätte. Auf der Suche nach Schnitten für mein Hochzeitskleid bin ich dann auf diesen gestoßen, der dann zufällig auch genau zur Stoffmenge gepasst hat. Leider hatte ich letzten Sommer dann mit meinem Hochzeitskleid genug zu tun, so dass ich es nicht geschafft habe, dieses traumhafte Strandkleid fertig zu nähen. Das möchte ich diesen Sommer auf jeden Fall nachholen und das Kleid auch mal ausführen.

Die Heavy Metal Kutte

Heavy Metal Kutte

In der Metal-Szene ist die Kutte das wichtigste Kleidungsstück auf Konzerten und Festivals. Sie passt einfach zu allem was man dort so trägt, hält ein bisschen warm und sagt den anderen Leuten, welche Bands du liebst. Schon seit vielen Jahren nehme ich mir vor, mir auch mal eine Kutte zu nähen. Patches habe ich schon mehr gesammelt, als auf eine Kutte passen, nur die Kutte hat eben noch gefehlt. Vorletztes Jahr habe ich mir dann den passenden Jeansstoff gekauft und jetzt wird es Zeit, ihn zu verwerten. Dieses Jahr – Das habe ich mir fest vorgenommen – Gehe ich mit einer passenden Kutte aufs Festival.

Ein Wickelkleid nähen

Sovoris Wickelkleid selber nähen

Wickelkleider stehen fast jedem und so auch mir besonders gut. Ich habe bereits zwei gekaufte Wickelkleider, habe allerdings noch nie selber eins genäht. In diesem Jahr möchte ich das gerne ausprobieren und bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis. Der Schnitt aus dem Bild ist der Burda 09/2006. Diesen Schnitt möchte ich zuerst ausprobieren, danach warten noch viele andere Schnitte für Wickelkleider darauf, von mir genäht zu werden.

Meine Stoffe „aufbrauchen“

Stoffe zu verkaufen und zu verschenken

Über die Jahre habe ich eine ziemlich große Menge an Stoffen gesammelt. Viele davon habe ich gekauft ohne genau zu wissen, was ich daraus machen soll. Andere habe ich vererbt oder geschenkt bekommen. Fakt ist jedenfalls, ich habe womöglich mehr Stoff als ich in einem Leben vernähen kann. Daher habe ich mir vorgenommen dieses Jahr so wenig Stoff wie möglich zu kaufen und möglichst viele meiner Stoffe zu verarbeiten. Ich brauche dringend mal wieder Platz im Stoffschrank.

Mehr Röcke nähen

Rock selbst nähen, Röcke

2016 habe ich keinen einzigen Rock genäht (Bis auf einen missglückten Petticoat). Dabei trage ich eigentlich sehr gerne Röcke und habe auch noch eine ganze Menge Stoffe, aus denen ich viele tolle Röcke zaubern könnte. Zumal die meisten Röcke auch recht einfach und schnell genäht sind. Unter anderem auch deswegen habe ich mir vorgenommen, dieses Jahr wieder ein paar Röcke zu nähen.

Endlich einen Petticoat nähen

Petticoat selber nähen

Im Frühling 2016 hatte ich es aufgegeben. Nach dem zweiten missglückten Versuch war ich der Überzeugung dass ich nicht in der Lage bin, einen richtigen Petticoat zu nähen. Ihr fragt euch jetzt vielleicht „Kann ja nicht so schwer sein?!“ – Das dachte ich auch. Leider hat sich dieses Projekt als kniffliger herausgestellt, als Anfangs gedacht. Den ersten Petticoat habe ich ca. 2008 genäht. Lt. Anleitung sollte man die Tüllrüschen auf einen Unterrock aus Futterstoff aufnähen. Das Ergebnis war mehr als mäßig. Die „Rüschen“ standen in alle Richtungen ab und der Rock wirkte darüber eher unförmig als bauschig.
Meinen nächsten Versuch startete ich dann im Frühling 2016 – Nach einer eigentlich recht guten Anleitung von Sugardale. Das Ergebnis sah auf den ersten Blick okay aus, auf den zweiten Blick merkte ich aber dass ich die Rüschen offenbar nicht lang genug gemacht hatte. Der Petticoat gab nach unten hin null Volumen her. Außerdem habe ich festgestellt dass Volumen auf Hüfthöhe nur von Frauen mit weniger Hüften getragen werden sollte. Dieser Petticoat sah jedenfalls mit einem Rock mehr nach Tulpe als nach A-Form aus.

Aller Anfang ist schwer – Vor allem wenn  man „freihand“ nach einer Internet-Anleitung nähen muss. Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen eben nicht aufzugeben und mir einen Petticoat zu nähen. Aller guten Dinge sind drei, dieses Mal klappt es bestimmt. Am Ende soll dann sowas rauskommen:

Petticoat Anleitung

Die dazugehörige Anleitung findet ihr hier.

Meine alten T-Shirts verarbeiten

Alte T-Shirts ändern

Letztes Jahr habe ich meinen Schrank ausgemistet und viele alte T-Shirts gefunden. Die meisten davon sind von Bands, Events oder wegen des lustigen Motivs gekauft worden. Leider mag ich klassische T-Shirts mit engem Halsausschnitt nicht besonders (Wie man den Ausschnitt ändert habe ich hier schonmal verbloggt). Da ich allerdings auch keine 20 T-Shirts mit großem Ausschnitt gebrauchen kann, sollte ich mir nun überlegen was ich mit den Shirts anstelle. Hier gibt es tausende coole Verwendungsmöglichkeiten. Ich werde demnächst mal brainstormen und damit beginnen.


Das sind nun also meine Top-Projekte für 2017. Ich hoffe, dass ich euch damit etwas Motivation mitgeben konnte, ich für meinen Teil bin aktuell jedenfalls noch hoch motiviert.

Sommerkleid „Tuxedo Cats“

Kleid aus Katzenstoff in Schwarz und Weiß

Dieses tolle Sommerkleid habe ich mir 2016 für eine Hochzeit genäht. Es vereint gleich zwei Dinge die ich liebe: Rockabilly-Style und Katzen. Das taillierte Oberteil und der Tellerrock geben dem Schnitt einen Hauch der Fünfziger, das Kleid lässt sich mit und ohne Petticoat tragen.

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