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Elegant in den Frühling: Rock und Wickelshirt

Aus gegebenem Anlass kann ich aktuell leider keine neuen Oufitbilder posten. Ich bin immer noch schwanger und passe daher immer noch in keins meiner selbstgenähten Kleidungsstücke. Daher stelle ich Dir heute mein schönstes Frühlingsoutfit aus den letzten Jahren vor:

Rock und Shirt im Vintagestil

Das Shirt

Das Shirt ist nach dem Kleiderschnittmuster aus der Fashionstyle 09/2017 entstanden. Der Schnitt mit der raffinierten Wickeloptik ist eigentlich für ein Kleid, welches ich auch schon genäht habe (Hier ist der entsprechende Beitrag dazu). Da mir der Ausschnitt so gut gefallen hat, habe ich das Schnittmuster kurzerhand bis zur Hüfte gekürzt und mir noch ein Shirt daraus gemacht. Für das Shirt habe ich einen etwas dickeren Jersey verwendet als für das Kleid. Durch den etwas steiferen Stoff sitzt es optimal und sieht sehr elegant aus. Die Ärmel habe ich auch kürzer gemacht, das Original-Schnittmuster hat lange Ärmel. Ich habe es im letzten Jahr gerne und oft getragen, sowohl zu Röcken als auch zu Jeans.

Der Rock

Auch den Rockschnitt habe ich bereits zum zweiten Mal genäht. Der Schnitt stammt aus der Burda Easyfashion F/S 2009. Zum ersten Mal habe ich diesen Rock auch 2009 genäht. Unglaublich, das ist schon fast 10 Jahre her… Der Rock besteht aus einer Passe und einer langen, rechteckigen Rockbahn die vorne und hinten in Falten gelegt wird. Den Saum habe ich zusätzlich mit einem schwarzen Samtband dekoriert. Der Rock ist wirklich sehr einfach zu nähen, man sollte aber die Passe genau auf die eigenen Maße anpassen. Ich habe mich da irgendwie vermessen und habe den Rockbund dann danach oben noch ein bisschen eingekräuselt, damit er nicht absteht.

 

Mehr Fotos?!

Leider hatte ich es damals beim Nähen recht eilig, so dass ich es versäumt habe Fotos vom Entstehungsprozess beider Kleidungsstücke zu machen. Die Fotos vom Outfit auf dem Balkon sind leider auch nicht besonders gut geworden, so dass ich leider im Moment keine Bilder von den Details von Shirt und Rock habe. Die werde ich aber – Sobald ich beides wieder anziehen kann – nachreichen.

 

Gefällt dir dieses Outfit? Hast du Fragen zum Nähen, den Stoffen oder den Schnitten?  Dann schreib mir doch einen Kommentar auf meiner Facebook-Seite oder besuche mich auf Instagram.

Neckholder-Sommerkleid Vintage Style

selbstgenähtes Kleid mit Neckholder und Tellerrock

Heute stelle ich euch  ein etwas älteres Projekt vor; Ein Rockabilly-Kleid aus feiner Baumwolle mit weit schwingendem Rock und schwarzer Passe.

Das Kleid selbst habe ich bereits 2012 angefangen, nachdem ich diesen großartigen Stoff auf dem Stoffmarkt gefunden hatte. Es ist ein dünner Baumwollstoff mit einem eher abstraktren grafischen Muster, das wie ein Verlauf immer größer wird.

Schwarz Weißer Baumwollstoff

 

Der Schnitt für das Kleid stammt aus der Burda 6/2011 und wurde dort als „Strandkleid“ bezeichnet. In der Burda Nähanleitung werden Miederstäbchen für das Oberteil verwendet. Da diese allerdings nicht besonders zu meiner Figur passen (Sie verbiegen sich mit der Zeit), habe ich darauf verzichtet. Besonders schön an dem Schnitt finde ich den weitschwingenden Rock, der mit Petticoat besonders gut zur Geltung kommt.

Nachdem ich das Projekt 2012 also begonnen hatte, habe ich es allerdings recht schnell wieder liegenlassen. Ich hatte Schwierigkeiten, das Oberteil auf meine Figur anzupassen, der Rock saß nicht so richtig und irgendwie hat mir das ganze Kleid dann nicht mehr besonders gefallen. Also kam es in die Wartekiste.

Bis zu diesem Sommer. Im Moment probiere ich gerne viele verschiedene Kleider-Schnitte aus. Da ich mir unbedingt ein Vintage-Kleid nähen wollte, holte ich die angefangene Variante von 2012 wieder aus der Kiste.

Rockabillykleid schwarz weiß

 

Die Passe hatte ich ursprünglich in weiß genäht. Allerdings hatte sich der Stoff mit der Zeit etwas verfärbt und es war nun ein ganz anderes weiß als das des Kleiderstoffs. Also habe ich die Passe abgetrennt und in schwarz nochmal genäht. So gefällt mir das Kleid auch viel besser, der Kontrast sieht einfach besser aus. Die Anpassung des Oberteils ging erstaunlich schnell. Das Bild oben ist das „vorher“-Bild. Ich habe das Oberteil nochmal neu aufgetrennt und den Reißverschluss neu eingenäht. Dann habe ich auch das Futter etwas korrigiert und die neue Passe angesetzt.

Mein selbstgenähtes Vintagekleid

Musikalisches Vintage-Kleid

Retrokleid aus tollem Notenstoff

Letzte Woche habe ich mein neues Lieblingsteil für den Frühling fertiggestellt: Ein leichtes Blusenkleid, inspiriert vom Stil der 50-er Jahre. Dabei hatte ich auch Gelegenheit, die Knopflochautomatik meiner Nähmaschine auszuprobieren.

Das Schnittmuster ist das Kleid „Evelyn“ aus der aktuellen Ausgabe der Simply Nähen (02/2019). Es ist das Covermodell und hatte mich direkt im Zeitschriftenregal schon angesprochen, da ich ein besonderes Faible für Vintage-Kleider habe. Der Schnitt wirkte auf den ersten Blick nicht besonders kompliziert und ich finde die Kombination des tiefen V-Ausschnitts mit dem kleinen Kragen ziemlich süß. Vorne ist das Kleid zum Knöpfen und an der Taille mit einem Gummiband gerafft. Also ideal für die Zeit nach der Schwangerschaft, wenn ich  zum Stillen ein knöpfbares Oberteil brauche und die Figur vielleicht auch noch nicht wieder so gut in Form ist.

Den schönen, musikalischen Stoff habe ich bereits letztes Jahr im August im Ausverkauf des Mannheimer Nähcenters entdeckt. Die Dame im Laden hat mich dann gefragt, ob ich denn ein Instrument spiele, weil ich vom dem Notenmuster so begeistert war. Ich habe ihr dann erklärt, dass ich leider keinerlei Talent fürs Musizieren besitze, allerdings leidenschaftlich gerne Musik höre – Bevorzugt Rock und Heavy Metal.
Es ist ein leichter, fließender Baumwollstoff der toll fällt und sich sehr weich auf der Haut anfühlt – Ideal für Blusen oder eben ein leichtes Kleid. Da ich letztes Jahr einfach kein schönes Schnittmuster dafür gefunden hatte, lag er im Schrank und hat wahrscheinlich nur auf diesen Schnitt gewartet. Die Knöpfe habe dazu habe ich dann spontan in der Stoffgalerie Rust in Neustadt eingekauft.

Nähen: Komplizierter Kragen und ein Experiment bei der Knopfleiste

Dies ist mein erstes Nähprojekt aus der Simply Nähen. Da ich meistens nach Burda Style Schnittmustern nähe, bin ich mit den Burda-Nähanleitungen bestens vertraut. Daher war ich sehr gespannt, wie ich mit der Schritt-Für-Schritt Anleitung aus der Simply Nähen zurecht komme. Ich habe mir die Anleitung erstmal durchgelesen, schon bevor ich das Schnittmuster ausgeschnitten habe. Alles war klar verständlich beschrieben. Besonders gut fand ich, dass an vielen Stellen auch erklärt wurde, warum bestimmte Arbeitsschritte gemacht werden. So steht dort zum Beispiel, dass der Kragen bewusst nicht mit Vlieseline verstärkt werden soll, damit er schöner fällt, oder dass man den Ausschnitt optional noch mit Nahtband vestärken kann. Diese Erläuterungen fand ich sehr hilfreich, weil ich so besser bewerten konnte, in wie weit ich Schnitt und Nähweise auf meinen Stoff anpassen musste.

Im Gegensatz zu Blusen oder anderen Hemdblusenkleidern die ich bisher genäht habe, ist es hier wirklich wichtig, dass der Kragen weich fällt. Ist der Kragen zu steif, würde er hinten abstehen und sich nicht richtig an den Halsausschnitt legen, oder Falten bilden. Bisher hatte ich noch nie so einen Kragen genäht, daher war ich Anfangs etwas irritiert davon und konnte mir nicht vorstellen, wie dieser Kragen am Ende gut aussehen sollte. Als ich das Oberteil dann fertig genäht hatte, war mir aber klar, was damit gemeint war. Auf den Bildern hier sieht man ganz gut, dass dieser Kragen recht flexibel ist und eben mit dem leichten Stoff des Kleides etwas schwingt und sich mitbewegen soll, vor allem eben hinten.

Der Kragen

Als erstes wird bei diesem Kleid das Oberteil zusammengenäht, direkt darauf folgt der Kragen. Hier hatte ich schon am Anfang so eine Vorahnung, dass ich diesen wohl nicht unverstärkt nähen sollte. Zwar steht es so in der Anleitung, jedoch hatte ich die Befürchtung, dass mein Stoff einfach zu leicht war, um Kragen, Ausschnitt und Schulternähte ohne zusätzliche Verstärkung zu arbeiten. Leichte Stoffe, die aber trotzdem gut fallen haben oft die Eigenschaft, an den Schulternähten zu verziehen und ein Kragen, der bei jeder Bewegung seine Position ändert und knittert, sieht auch nicht so schön aus. Nach Rücksprache mit den lieben Nähfreundinnen aus der Facebook-Gruppe „Frauenkleidung selber nähen„, habe ich mich dann entschieden, Kragen, Schultern und Ausschnitt doch zu verstärken.

Kragen ohne Vlieseline nähen

Hemdblusenkleid Ausschnitt mit Kragen

Den unteren Kragen habe ich mit einer ganz leichten Vlieseline unterlegt, so dass er nachwievor weich fällt und nicht zu steif wird, aber ein bisschen in Form bleibt. Den Halsausschnitt und die Schulternähte habe ich mit Vlieseline Nahtband unterlegt.

Dennoch wollte der Kragen am Anfang einfach nicht so richtig sitzen. Nach dem ersten Anheften war ich mit dem Ergebnis so gar nicht zufrieden. Der Kragen entsprach zwar genau der Größe auf dem Schnittmuster, aber nicht der Größe auf dem Bild vom fertigen Kleid. Die Enden des Kragens reichten bis zum Ende der Schulternähte, auf dem Bild aber nur bis zur Mitte der Schultern. Zudem war der Fall des Kragens hinten wirklich seltsam, da war plötzlich eine zusätzliche Falte, die gar nicht da hin gehörte. Ich hatte erst schon die Befürchtung, dass es an der Vlieseline im Kragen-Unterteil lag. Also habe ich den Kragen wieder abgetrennt, um 1cm in der Breite gekürzt und noch einmal eingenäht. Siehe da – Plötzlich passte alles. Der Kragen fällt jetzt perfekt, auch von hinten.

Knopfleiste mit der Knopflochautomatik

Bei meiner Nähmaschine war bereits ein Fuß für die Knopflochautomatik dabei. Knopflöcher gehören für mich zu den schwersten und riskantesten Nähtechniken überhaupt. Hier muss alles auf Anhieb sitzen. Ein falsch genähtes Knopfloch lässt sich nicht mehr auftrennen und rückgängig machen. Daher habe ich großen Respekt davor und hatte mich bisher noch nicht getraut, die Knopflochautomatik zu nutzen – Zumal ich auch nicht so genau wusste, wie sie funktioniert. Leider findet man hier bei Google und Youtube nicht sehr viele Informationen. Es gibt zwar einige Videos zu anderen Pfaff-Maschinen, aber leider ist die Funktion bei jedem Modell dann doch ein wenig anders. Also habe ich mir einen Stoffrest genommen und die Bedienungsanleitung meiner Maschine und habe einfach ausprobiert. Tatsächlich hat es einfacher funktioniert, als gedacht. Ich hatte mit wesentlich mehr Zeit gerechnet, bis die Knopflöcher sitzen. Mit dem Automatik-Fuß wurden die Knopflöcher wirklich perfekt gleichmäßig und haben sich wie von selbst genäht. Man muss einfach nur den Fuß einstecken, ein Knopfloch nach Wunsch auswählen und die Länge einstellen. Eine Maßtabelle dafür ist direkt oben an der Maschine, neben den Stichen. Dann näht die Maschine das Knopfloch komplett von selbst. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, ich habe so wesentlich saubere Knopflöcher hinbekommen, als mit der manuellen Knopflochfunktion.

Kleid Evelyn fertige Knopfleiste

Auf dem Foto sieht man noch ganz gut die angezeichnete Linie für die Knöpfe und Knopflöcher. Die hatte ich direkt nach dem Zuschneiden auch nochmal zusätzlich mit Heftfaden markiert. Da ich es nicht besonders mag, den Heftfaden „einzunähen“, habe ich den vor den Knopflöchern rausgezogen und mir die Linie nochmal eingezeichnet. Da der Stoff leider sehr ausfranst, habe ich ihn an den Knopflöchern noch mit etwas Stoffkleber fixiert, damit die Ränder der geöffneten Knopflöcher ordentlich aussehen.

Der Rest: Ärmel, Rock und Gummibund

Nachdem das Oberteil fertiggestellt war,  restlichen Arbeitsschritte am Kleid waren einfach und schnell gemacht. Die Ärmel werden leicht gerafft eingesetzt und dann unten einfach umgenäht. Bei einem schwereren Stoff hätte mich die Passform womöglich gestört, da sie so seitlich etwas abstehen. Da mein Notenstoff allerdings gut fällt, sieht man das kaum. Der Rock wird auch oben gerafft und dann an das Oberteil genäht. Der Gummibund, der eine tolle Taille zaubert, sitzt auf der großen Nahtzugabe des Rockteils. Laut Anleitung sollte man diese dann auf dem Rockteil festnähen, nachdem das Gummiband eingezogen wurde. Auf diesen Arbeitsschritt habe ich allerdings verzichtet. Die Falten des Rocks fallen so viel schöner, als wenn sie oben festgenäht wären und der Rockbund bleibt so etwas denbahrer, was das Anziehen erleichtert. Ich habe also die Nahtzugabe mit dem Gummiband einfach nach unten umgeschlagen und auf den Nahtzugaben von Hand etwas angenäht, damit sie nicht nach oben klappt.

Vintagekleid Evelyn aus der Simply Nähen

Styling: Das perfekte Kleid für den Frühling und das Sommerpicknick

Leider muss dieser Teil des Blogbeitrags etwas später folgen – Aktuell passe ich dank Babybauch noch nicht wirklich in das Kleid. Daher folgen die Tragefotos später, wenn meine Tochter geboren ist und ich wieder vor die Tür gehen kann. Den Saum des Kleides habe ich daher auch noch nicht umgenäht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es immer besser ist, den Saum direkt beim Tragen abzustecken bzw. abstecken zu lassen als dies an der Schneiderpuppe zu machen. Selbst wenn ich die Puppe auf meine Schulterhöhe einstelle, ist sie eben doch noch etwas anders gebaut als ich und bewegt sich auch anders. Daher werde ich den Saum erst fertigstellen, wenn ich das Kleid auch anziehen kann. Bis dahin gibt es erstmal nur ein paar Bilder von der Schneiderpuppe.

Kleid mit Inspiration der Fünfziger Jahre und Gürtel

Für den Frühling werde ich zum Kleid wahrscheinlich noch ein Strickjäckchen tragen müssen, weil es noch zu kalt ist. Dafür kann ich dann meine schönen Pumps und Schnürschuhe dazu anziehen. Im Sommer werde ich es dann mit Sandalen tragen. Am besten sieht das Kleid in Kombination mit einem schönen Tailliengürtel aus. Durch den versteckten Gummibund auf der Innenseite sieht es dann aus, als würde das Kleid durch den Gürtel gerafft und der Gürtel sitzt auch immer perfekt an der richtigen Stelle. Je nach Tragekomfort werde ich mir aber trotzdem noch ein paar unsichtbare Gürtelschlaufen an den Seitennähten annähen, damit der Gürtel auch bei einem Spaziergang oder einem Tag auf dem Kinderspielplatz (Ja, das kommt wohl demnächst auf mich zu), an seinem Platz bleibt.

Resteverwertung: Babykleid und Stirnband

Ich gebe es zu – Ich stehe auf Mutter-Tochter Partnerlook. Von dem Notenstoff war wirklich nicht mehr viel übrig – Aber es hat gerade noch so für ein Kleidchen und ein Schleifchen gereicht. Das Babykleid habe ich nach dem Kostenlosen Schnittmuster „Peasant Dress“ von Sew Much Ado genäht. Da der Stoff für das mittlere Teil nicht ganz gereicht hat, habe ich es in zwei Teile aufgeteilt und unten noch eine Rüsche angesetzt. Das Stirnband ist einfach nur ein Jerseyband mit einer Schleife nach der Anleitung aus diesem praktischen Youtube-Video.

Kleines Babykleidchen mit Schleifenband

Ich bin schon sehr gespannt, ab wann es meinem Baby passt und wie es darin aussieht. Auch hier werde ich noch ein paar Fotos ergänzen, wenn es soweit ist.

 

Hast du noch Fragen zu diesem Projekt? Oder hast du dieses Kleid auch schon genäht? Schreib mir doch einen Kommentar auf meiner Facebook-Seite oder besuche mich auf Instagram.

Sommerkleid „Tuxedo Cats“

Kleid aus Katzenstoff in Schwarz und Weiß

Dieses tolle Sommerkleid habe ich mir 2016 für eine Hochzeit genäht. Es vereint gleich zwei Dinge die ich liebe: Rockabilly-Style und Katzen. Das taillierte Oberteil und der Tellerrock geben dem Schnitt einen Hauch der Fünfziger, das Kleid lässt sich mit und ohne Petticoat tragen.

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Vintagekleid aus Satin

Vintagekleid mit V-Ausschnitt

Abendkleid aus Satin

Obwohl der Winter nun wieder fast vorbei ist, möchte ich jetzt ein Nähprojekt aus dem Jahr 2013. Gelegenheiten, um ein schickes Kleid  zu tragen, hat man ja normalerweise eher selten. Damals ergab sich jedoch eine, nämlich der Abschlussball meines Studiengangs. Dafür benötigte ich ein Abendkleid, das gleichzeitig elegant und praktisch ist.

Ich wollte kein Glitzer-Prinzessinnenkleid haben, da man sowas zu anderen eleganteren Anlässen wie zum Beispiel Empfängen oder schicken Partys nicht tragen kann. Außerdem musste mein Abendkleid lange Ärmel haben. Es war ziemlich kalt im letzten November und ich wollte nicht den ganzen Abend mit einem hässlichen Bolero-Jäckchen über meinem schönen Kleid unterwegs sein. Das Schnittmuster für das Kleid war schnell gefunden, in der Dezember-Burda von 2012. Den Schnitt ansich habe ich kaum verändert, lediglich den Rock habe ich kürzer gemacht, in dem Modell aus der Burda geht das Kleid bis zur Mitte der Waden, meines sollte jedoch knielang sein.

Vintagekleid mit V-Ausschnitt

Was die Farbe des Stoffes anging, war ich mir recht unsicher. Eigentlich hatte ich mir ein lilanes Kleid gewünscht, doch die Farbauswahl für den hübschen Satin auf dem Stoffmarkt war nicht besonders groß. Lila war auch nicht dabei. Also entschied ich mich nach kurzem Überlegen für das dunkle Flaschengrün. Lustigerweise ist es sogar genau der selbe Farbton, den auch das Kleid in der Burda hat.

Das Nähen war ziemlich anstrengend. Spätestens hier wurde mir klar, dass ich eine neue Nähmaschine brauche. Meine kleine Singer 8280 ist eben eher eine Einsteiger-Nähmaschine. Den perfekten Stich für den zarten Satin hatte sie nicht wirklich auf Lager, der Stoff wurde oft nicht richtig transportiert und einige Teile musste ich auftrennen und neu zuschneiden, weil der Stoff in die Maschine gezogen und dabei beschädigt wurde. Auch der Knopflochstich, den ich mit dieser Maschine das erste Mal ausprobiert hatte, lässt sehr zu wünschen übrig. Die Ärmel-Manschetten mit den überzogenen Knöpfen zeige ich bewusst nicht im Detail. Sobald ich wieder eine andere Maschine habe, werde ich sie abtrennen und neu nähen. Zum Glück hatte ich genug Stoff gekauft.

 

Kleid Ausschnitt mit Falten

Das Kleid selbst war perfekt für den Ball. Durch die langen Ärmel habe ich nicht gefroren und musste kein Jäckchen überziehen. Ich habe dazu eine elegante Strumpfhose mit schwarzer Naht und Riemchenpumps getragen. Später, als der Ball in die Abschluss-Discoparty überging habe ich die High Heels dann gegen schwarze, flache Stiefel getauscht. Weil der Stoff leicht durchscheinend ist, hatte ich unter dem Kleid so ein Formunterkleid, das nicht nur für wenig Durchblick, sondern auch für eine schöne Silhouette gesorgt hat.

Leider gibt es keine Fotos von mir mit dem Kleid beim Ball, auf denen es ganz zu sehen ist. Bei Gelegenheit werde ich jedoch noch ein Foto von dem Kleid an mir machen.